Diese Aufgabe kannst du abhaken, wenn du auf biometrische Merkmale zum Freischalten deines Gerätes vollständig verzichtest.
Die Polizei darf z.B. in Deutschland mit dem Finger von verdächtigen Personen deren Smartphone entsperren. Da politisch aktive Menschen ein hohes Risiko für Polizeikontakt haben sollten sie auf biometrische Merkmale zum Entsperren verzichten.
Geflüchteten Menschen wird manchmal das Telefon abgenommen, um deren Herkunft oder Identität zu klären. Auch hier dürfen Behörden den Finger von Menschen nutzen, um das Gerät zu entsperren.
Menschen, die von digitaler Gewalt oder Gewalt in Beziehungen betroffen sind, sollten auf biometrische Merkmale zum Entsperren verzichten. Durch das ungewollte Auflegen eines Fingers im Schlaf oder durch die Entsperrung mit Bildmaterial könnten Daten durchsucht oder ungewollte Software installiert werden.
Fingerabdrücke und Gesichtserkennung sind keine sicheren Methoden, um das eigene Gerät zu entsperren. Sie sind wie Passwörter, die du niemals ändern kannst. Nicht nur durch Datenlecks oder Malware könnten diese sensiblen Informationen abhanden kommen. Auch von dir selbst veröffentlichte Bilder, die deine Finger oder dein Gesicht zeigen, könnten dir zum Nachteil werden.
Zudem darf auch die Polizei in einigen Ländern deine Fingerabdrücke nutzen, um dein Gerät zu entsperren. In Deutschland und den USA gab es dazu bereits Gerichtsurteile.
Wenn du ein iPhone hast kannst du durch das betätigen einer speziellen Tastenkombination Face ID und Fingerabdruck temporär sperren. Für Android ist auf einigen Geräten der Lockdown-Mode verfügbar mit dem du biometrische Features im Notfall schnell abschalten kannst. Mehr dazu erfährst du in den weiterführenden Links.
GrapheneOS bietet dir die Möglichkeit biometrische Merkmale zusammen mit anderen Entsperrmethoden zu nutzen. Du kannst zum Beispiel einstellen, dass nach einer bestimmten Zeit dein Fingerabdruck nicht mehr akzeptiert wird und du stattdessen ein Passwort eingeben musst.